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Interview mit dem Choreografen und Tänzer Lyle Beniga

JT war in Köln und k50-Redakteurin Anna Fredebold traf einen seiner Background-Tänzer.

 
 

Lyle Beniga kommt aus Los Angeles und ist erfolgreicher Choreograph und Tänzer bei „Movement Lifestyle“, einer Firma die von Shaun Evaristo (u.a. bekannt aus seiner Performance in dem Film „High School Musical“) gegründet wurde. Die Firma konzentriert sich darauf, Choreographen zu helfen, ihre Karrieren zu verbessern, da Evaristo schon früh merkte, dass es alleine viel schwieriger ist, die Zugänglichkeit zur Öffentlichkeit und zu den Medien zu koordinieren, um in diesem Beruf herauszuragen. Beniga spürte auch, dass man in dem Beruf Unterstützung benötigt und die als Tänzer ausgebildeten Choreographen alleine nicht so viel Erfolg haben können, was er uns auch in einem kurzen Interview erzählt.

Hast du jemals gedacht, dass du so erfolgreich sein wirst?
Nein! Ich habe nie soweit gedacht. Ich fühle mich geehrt, dass ich so weit gekommen bin. Ich bleibe aber dennoch bodenständig und weiß noch woher ich komme. Ich wollte schon immer das tun, was ich gerade mache und bin nun sehr glücklich darüber.

Du kennst bestimmt den neuen Song von Pharrell Williams: „Happy“. Er hat dazu ein 24-Stunden Tanz-/Musikvideo gedreht. Wie findest du das? Denkst du er hat das getan, um die Menschen und vor allem das jüngere Publikum zu motivieren zu tanzen oder generell sich zu bewegen?

Ich finde den Song super und seine Aktion mit dem Video natürlich auch! Er übermittelt dadurch ein positives Gefühl verbunden mit den coolen Moves des Tanzes und der mitreißenden Musik. Die Emotionen sind frei und alle lassen sich mitreißen. Er animiert einfach alle Menschen und alle sind im „Happy“-Fieber. Und das gute dabei ist, dass sie auch „Happy“ dabei sind.

Ist es heutzutage notwendig als Tänzer den nötigen Teamgeist zu haben oder denkt jeder Tänzer an sich und zieht seine eigene Sache durch?
Nein! Jeder ist auf den anderen angewiesen. Die gemeinsame Arbeit auch unter den Choreographen ist ziemlich wichtig, ohne mein ganzes Team wäre ich nicht da wo ich jetzt bin und auch die Unterstützung würde einem sehr fehlen. Eine einzelne Person kann nicht dies alles nicht vereinen.

Wie fühlst du dich vor und nach deinen Auftritten?
Vor einem Auftritt war ich zunächst nervös, was sich später gelegt hat. Ich bin nun einfach nur dankbar und genieße die Zeit, die ich auf der Bühne verbringe im voraus , danke und bete. Danach freue ich mich immer wieder alles gut gemeistert zu haben.

Und während deines Auftritts? Bist du da dann hoch konzentriert?
Nein! Zu viel Konzentration ist auch nicht gut. Man muss entspannt bleiben, sonst bewegt man sich wie ein Roboter und man fühlt sich dann auch so (lacht). Es fühlt sich einfach gut an und obwohl ich oft dasselbe mache ist es immer ein einzigartiges Erlebnis. Ich fühle mich deshalb auf der Bühne frei und habe einfach nur Spaß.

Hast du schon einmal deinen eigenen Namen gegoogelt?
Ja! (lacht) Aber eher auf YouTube, um nach Auftritten zu suchen in der Hoffnung, dass ich nicht die ganze Zeit komisch in die Kamera gucke.

Gibt es gerade ein bestimmtes Tanzprojekt, wo du mit machst?
Ja, es wurden einige Sachen gedreht. Es ist aber ziemlich schwer alles unter einen Hut zu bekommen, wenn man auf Tour ist, es wird dann schnell stressig.

Was ist dein Lebensmotto?
Gute Frage… Ich weiß es nicht … Ehrlich gesagt mag ich mein Leben so wie es ist. Ich lebe einfach mein Leben.

Man kennt Lyle Beniga von diversen Konzerten. Er performte live bei „Dancing with the stars“ und ist bei der 20/20 Experience Tour von Justin Timberlake als aktiver Tänzer dabei. Auch bei der OMG Tour von Usher tanzte er, ist im Musikvideo von Justin Timberlake zu seinem Hit „Suit and Tie“ zu sehen und in dem Video zu dem Song „Papi“ von Jennifer Lopez. Bei American Idol tanzte er auch schon. Zusätzlich kommen noch Titel, zu denen er Choreographien geschrieben hat.

Lyle Beniga begegnete uns als außerordentlich freundlicher, natürlicher und bodenständiger Mann. Nach seinem Workshop auf dem Weg zu nächsten Termin nahm er sich in der stressigen Zeit dennoch einige Minuten, um uns in aller Höflichkeit und Ruhe unsere Fragen zu beantworten. k50 bedankt sich für ein lustiges und interessantes Interview.

 
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