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Leute

„In unserem Wohnzimmer läuft Tag und Nacht geile Musik!“

Tabea Brauner trifft die Britpop-Indie-Band Phrasement aus Bonn.

 
 

Phrasement-Steckbrief
Der Name:
„Phrasement“ ist eine Wortneuschöpfung aus „Phrase“ und „Basement“.

Die Band:
David Zauels (Gesang), Jonas Zauels (Bass), Oliver Giffels (Gitarre), Felix Specht (Schlagzeug)

Gründung:
2008

Wohnort:
PHMT wohnt zusammen in einer WG in Bonn.

Nächster Auftritt:
05.07.2014 Beim CSD auf dem Heumarkt in Köln

Im Internet:
www.phrasement.de

Die Newcomer von „Phrasement“ haben eine erfolgreiche, selbst organisierte UK-Tour hinter sich und starten jetzt mit ihrer Equal-Rights-Tour auch in Deutschland und demnächst in Köln durch. Die Musikrichtung lässt sich am Besten als ein Mix zwischen Britpop und Indie beschreiben. Ihre Songs machen gute Laune und schlimme Ohrwürmer!


Das Interview
Was erwartet die Fans bei eurem neuen Album „A bird is telling me to go“?

PHMT: Das erste Album war sehr akustisch und instrumentell gehalten. Das Neue ist experimenteller, der Sound brachialer und produzierter. Außerdem ist die Stimmung nicht mehr ganz so happy, sondern nachdenklicher. Beim ersten Album denkt man, wir hätten nur die Beatles gehört und jetzt geht es eher in Richtung Rolling Stones. Wir alle lieben die potenzielle erste Single des neuen Albums „Love is a Game“!

Kann man euch als „Teenieband“ bezeichnen?
Oliver: Das ist eher das Image einer „Teenieband“, die in erster Linie nix kann - in diese Schublade wird man schnell gesteckt. Dafür ist es umso spannender, sich zu beweisen.
Jonas: Wenn die Leute einen erstmal live sehen, ändern sie ziemlich schnell ihre Meinung.

Wie sieht’s mit euren persönlichen Musikvorlieben aus?
PHMT: In unserem Wohnzimmer läuft Tag und Nacht geile Musik und viel von früher. Pink Floyd, Supertramp und Blues Sachen - da stehen wir total drauf. Die Sachen, die im Radio laufen, sagen uns nicht immer zu, obwohl es heutzutage auch gute Bands wie Imagine Dragons, Bastille oder Casper gibt. Es ist ja auch wichtig, dass die Musik sich weiterentwickelt.

Was ist das Bizarrste, was ihr während eurer Karriere erlebt habt?
Oliver: Wir hatten mal ne Taube in unserem Hotelzimmer in Edinburgh. Wir dachten, Taube heißt auf Englisch „peacock“... Und als die Putzfrau rein kam und gefragt hat, warum die Bettwäsche draußen lag, hab ich ihr erzählt: „We had a peacock in our room“ und sie so „What?“. Hab mich schon gewundert, warum die so pikiert reagiert hat... Ein Pfau im dritten Stockwerk ist schon etwas ungewöhnlich!

Wo würdet ihr am liebsten mal Live-Gigs spielen?
Jonas: Noch mal in England oder Schottland.
Oliver: Schweden!
Felix: USA wär echt geil!
David: Wie man sieht, ist Deutschland nicht unsere erste Anlaufstelle. Wir fühlen uns in der deutschen Musikszene nicht gut aufgehoben, im Ausland funktioniert es besser. Seit diesem Jahr haben wir sogar einen Plattenvertrag mit Südafrika.

Wie setzt ihr euch für „Equal Rights“ ein?
PHMT: Wir sind eine tolerante, liberale Band. Die Tour richtet sich zum Beispiel gegen Homophobie und auch für Tierschutz setzen wir uns ein. Leute, die auffallen, weil sie anders sind, sollten respektiert werden. Jeder sollte den Mut haben, um zu zeigen wer er ist oder wie er sein will.
Wir freuen uns auf die Tour, auf Party im Phantasialand und in den anderen deutschen Städten.

 
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