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Sechsmal Silber: Deutsches Team überzeugt bei der Internationalen Mathematik-Olympiade

Die deutsche Mannschaft hat bei der 55. Internationalen Mathematik-Olympiade (IMO) in Südafrika ein starkes Ergebnis erzielt.

 
 

Alle sechs deutschen Teilnehmer kehren mit einer Silbermedaille zurück. Bei der IMO waren die Schüler, die sich über den Auswahlwettbewerb von Bildung & Begabung für das Turnier qualifiziert hatten, vom 3. bis 13. Juli gegen die besten Nachwuchsmathematiker der Welt angetreten. In einer feierlichen Siegerehrung wurden die Mathe-Asse am Samstag in Kapstadt ausgezeichnet.

Für Lars Munser aus Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und Matthias Paulsen aus Miesbach (Bayern) hätte es fast zu noch mehr gereicht: Nur ein Punkt trennte die beiden von einer Goldmedaille. So freuen sie sich gemeinsam mit Vincent Grande (Leipzig, Sachsen), Adrian Riekert (Pinneberg, Schleswig-Holstein), Christian Bernert (Bückeburg, Niedersachsen) und Ferdinand Wagner (Leipzig, Sachsen) über Silber und ein Gesamtergebnis von 152 Punkten. Im inoffiziellen Ranking der Länder bedeutete das einen sehr guten 16. Platz. Den ersten Platz belegte das Team aus China vor den USA und Taiwan. Lars Munser konnte seine Leistung aus dem Vorjahr bestätigen: Bereits in Kolumbien holte der Magdeburger eine Silbermedaille. Adrian Riekert und Christian Bernert konnten sich im Vergleich zur IMO 2013, bei der sie jeweils Bronze gewannen, noch einmal steigern. Auch Matthias Paulsen, Vincent Grande und Ferdinand Wagner krönten ihren ersten Auftritt bei dem internationalen Wettbewerb mit Edelmetall.

Wir freuen uns sehr über dieses hervorragende Abschneiden der deutschen Mannschaft“, sagt Hanns-Heinrich Langmann, der bei Bildung & Begabung die bundesweiten Mathematik-Wettbewerbe leitet, zu denen auch der IMO-Auswahlwettbewerb zählt. „Das Ergebnis beweist, dass die deutschen Nachwuchsmathematiker auch auf internationaler Ebene brillieren.“ Insgesamt hatten 560 Schüler und Mannschaften aus 101 Ländern an der IMO teilgenommen. Mit den sechs Silbermedaillen und dem 16. Platz konnte das deutsche Team das gute Ergebnis aus dem Vorjahr (2x Silber, 4x Bronze) noch einmal übertreffen.

Der Weg ins deutsche IMO-Team führt über die Bundesweiten Mathematik-Wettbewerbe von Bildung & Begabung: Die sechs Schüler, die den Sprung in die deutsche Mannschaft geschafft haben, sind Preisträger des Bundeswettbewerbs Mathematik oder der Mathematik-Olympiaden in Deutschland. Alle sechs wurden auch durch das Programm „Jugend trainiert Mathematik“, das Bildung & Begabung mit Unterstützung der Karl Schlecht Stiftung durchführt, frühzeitig gefördert und an das Niveau der bundesweiten und internationalen Mathematikwettbewerbe herangeführt. Mit ihren außergewöhnlichen Leistungen auf Bundesebene haben sie sich für die IMO-Auswahlseminare qualifiziert. Nominiert wurde die Mannschaft nach der Abschlusswoche am renommierten Mathematischen Forschungsinstitut in Oberwolfach (MFO).

Die IMO ist die Mathematik-Weltmeisterschaft für Schüler und findet jährlich in einem anderen Land statt. Die erste IMO wurde 1959 in Rumänien mit Teilnehmern aus sieben Ländern abgehalten. Inzwischen nehmen Mathe-Asse aus über 100 Ländern teil. Ein Advisory Board stellt sicher, dass der internationale Wettbewerb jedes Jahr ausgetragen wird und jedes Gastland das Reglement und die Traditionen der IMO berücksichtigt. In Deutschland wird der Auswahlwettbewerb zur IMO von der Geschäftsstelle der Bundesweiten Mathematik-Wettbewerbe bei Bildung & Begabung organisiert.

Weitere Informationen auf der Website der Bundesweiten Mathematikwettbewerbe und auf der Website der IMO 2014:
www.mathe-wettbewerbe.de/imo/imo-allgemeines
www.imo2014.org.za

Über Bildung & Begabung
Träger des Auswahlwettbewerbs zur Internationalen Mathematik-Olympiade ist Bildung & Begabung, das Zentrum für Begabungsförderung in Deutschland. Mit Informationsangeboten, Fachtagungen und Förderformaten unterstützt Bildung & Begabung Talente und Talentförderer. Bildung & Begabung setzt sich dafür ein, dass jeder die Chance bekommt, das Beste aus seinen Begabungen zu machen – unabhängig von Herkunft oder Hintergrund. Förderer sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Kultusministerkonferenz. Schirmherr ist der Bundespräsident.

 
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