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Aktion „Together hungry for one day“ - Jugendliche verzichten demonstrativ auf Essen

Auf der Welt könnten genügend Nahrungsmittel für alle Menschen produziert werden. Doch mehr als 800 Millionen Menschen weltweit leiden an Hunger. Wie kann das sein? Ende März verzichten Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland mindestens einen Tag lang auf Essen – sie setzen damit ein Zeichen gegen globale Ungerechtigkeit und weltweiten Hunger.

 
 

Zu der Mitmachaktion „Together hungry for one day“ ruft die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision auf. Die Idee ist, 24 Stunden ohne Essen zu überstehen und sich dabei gegen den Hunger in den ärmsten Ländern der Welt zu engagieren.

Bereits 400 Schulen und Jugendgruppen aus ganz Deutschland haben ihre Teilnahme zugesagt. In kreativen Events wollen sie sich mit dem Thema Hunger auseinandersetzen und andere Menschen auf die Gründe und Lösungswege aufmerksam machen. Über den Hashtag #Essenissnicht vernetzen sie sich auf Social Media und berichten über ihre Aktionen.

Wie sie den Tag gestalten, an dem sie nichts essen oder auf andere Konsumgewohnheiten verzichten, bleibt den Jugendlichen selbst überlassen. So plant beispielsweise das Carolus-Magnus-Gymnasium in Übach-Palenberg bei Aachen eine elftägige Aktion mit dem Schwerpunkt "Fleischkonsum und die Folgen". Nach Quiz, Vortrag und Film fasten dutzende Schülerinnen und Schüler zum Abschluss gemeinsam in der Schule und brechen das Fasten dann nach 24 Stunden mit einem großen gemeinsamen Essen.

Unterstützt wird „Together hungry for one day“ unter anderem von der Youtuberin Misstippsforyou. Sie zeigt auf ihrem Youtube-Channel Videos zum Thema und ruft ihre Community zu einer Instagram-Kampagne auf.

Gruppen und Einzelpersonen können sich auf der Internetseite www.hunger24.org und auf Facebook bei dem Event „Registrier Dich jetzt: Hunger24.org“ mit eigenen Aktionen rund um den Tag anmelden.

Für ihren Verzicht können sich die Jugendlichen sponsern lassen und damit ein World Vision Projekt in Äthiopien unterstützen, das die Ernährungssicherheit der Menschen vor Ort verbessert.

Unter dem Schlagwort „30HourFamine“ oder „40HourFamine“ (30- bzw. 40-Stunden-Hunger) nehmen jährlich weltweit rund 2,5 Millionen Jugendliche in 21 Ländern für ein bis zwei Tage an Kurzhungeraktionen teil. Die Idee entstand vor 40 Jahren in Kanada. Dort, aber auch in Neuseeland, Australien und vielen anderen Ländern, nehmen traditionell Tausende an „Famine“-Aktionen teil. In Deutschland findet „24 Stunden Hunger“ nun zum dritten Mal statt.

Weltweit leiden ca. 800 Millionen Menschen an chronischer Unterernährung. Jeder siebte Mensch hungert.

Hintergrund

World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2013 wurden 318 Projekte in 47 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist mit weiteren World Vision-Werken in fast 100 Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse „Aktion Deutschland Hilft“ und Gemeinsam für Afrika.
www.worldvision.de

 
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