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Köln

Gladiatorenkämpfe im alten Rom

Das 19. Kölner Museumsfest fand am Sonntag, 17. Mai 2015 in allen städtischen Museen statt. An diesem Tag war der Eintritt überall kostenlos und viele der Museen boten interessante Sonderprogramme und Ausstellungen.

 
 

Im Römisch-Germanischen Museum fand eine Vorführung zum Thema römisches Reich statt und besonders ausführlich wurden die Gladiatorenkämpfe vorgestellt. Das Römisch-Germanische Museum selbst zeigt eine interessante Sammlung an Fundstücken aus der Römerzeit in Köln. Besichtigen kann man etwa das Dionysis- oder das Philosophen-Mosaik, um welches das Museum 1974 errichtet wurde. Das Dionysis-Mosaik stammt aus einem alten römischen Haus, dass einst an dieser Stelle stand.

Für die Vorführung kamen extra die Gladiatoren der Gladiatorenschule „Amor Mortis“ und erzählten interessante Geschichten über die Zeit der Gladiatoren-Kämpfe. Außerdem stellten die Männer in einem Showkampf selber ihr Können unter Beweis. Im Interview erzählte uns einer der Gladiatoren, wie er zu den Kämpfen gekommen ist. Für ihn waren die Gladiatorenkämpfe ein Kindheitstraum und er hatte großes Interesse, alles über die Kämpfe und ihren Hintergrund herauszufinden. Auf die Frage hin, ob die Gladiatorenschule Choreographien einstudiert, antwortete er mit nein. Sie trainieren nur die Kampftechniken, aber in der Arena kämpfen sie einfach drauf los, bis einer siegt.

Um einen guten Kampf zu liefern kommt es auf vieles an


Die Gladiatoren stehen sich gegenüber und lassen sich von der tosenden Zuschauer-Menge bejubeln. Meistens tragen sie Messer und das Schild, denn das sind die beliebtesten Waffen. Natürlich gibt es auch Waffen wie den Dreizack oder Netze, in denen sich der Gegner verfangen soll. Für einen guten Kampf ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Angriff und auch Verteidigung wichtig. Auch eine gute Technik, wie das geschützte Bein nach vorne stellen und das Schild immer vor dem Körper halten entschied damals häufig über Leben und Tod. Die Männer tragen auch eine Rüstung, aber keine schwere, damit sie beweglicher sind. Alle haben sie einen Helm an mit verschiedenen Symbolen. Die Süditaliener tragen zum Beispiel Flossen an ihren Kopfbedeckungen.

Gladiatoren im alten Rom


Damals mussten sich Gladiatoren auf Leben und tot bekämpfen, und das zur Belustigung des Volkes. Die meisten waren Sklaven oder Freiwillige, welche dringend Geld brauchten. Die Gladiatoren mussten eine lange Ausbildung vollziehen. Erst dann durften sie in die Arena. Die bekannteste von ihnen war das Kolosseum in Rom. Die Ruinen dieses mächtigen Stadions lassen sich noch heute besichtigen. Ziel eines jeden Gladiatoren war es, Ruhm und Ehre zu erlangen und die Herzen schöner Frauen zu erobern. Ein großer Antrieb für viele Gladiatoren war die Chance, dass – wenn sie sich bewiesen hatten und viele Kämpfe gewinnen konnten – sie vielleicht freigelassen wurden. Aber dieses Glück hatten nur die wenigsten Kämpfer. Die meisten starben sehr jung im Sand der Arena.

Wer nun selbst einmal die Spuren des alten römischen Kölns angucken will, kann dies täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr im Römisch-Germanischen Museum, Roncalliplatz 4 in der Kölner Innenstadt tun.

www.roemisch-germanisches-museum.de/Startseite
www.gladiatorenschule.eu/

 
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